Im Bücherschränkli im Gasslihof gefunden!
Am letzten Abend im Gasslihof in Safien Thalkirch habe ich oberen Teil des Buffets in der Gaststube das Buch «ein ganzes Leben» von Robert Seethaler gefunden.
Das ist nicht das erste Mal, dass in den Ferien auf ein Buch stosse, das die Lebensreise eines Menschen beschreibt. Eines Menschen der jung gegen etwas Geld weggeben wurde.
In diesem Sommer habe ich drei Menschen kennenglernt, die ebenfalls verdingt wurden. Ihre Geschichten haben mich berührt, wie auch die Geschichte von Andreas Egger im Roman von Robert Seethaler.
Anderas Egger hat sich ein kleines Reich aufgebaut, ein kleines Häuschen am steilen Hang, wenig Umschwang, ein bescheidener Garten. Eine Lawine hat alles zerstört.
Ein anderes Buch im kleinen Schrank in der Gaststube beschreibt die Geschichte des Safientals von 1850 bis ungefähr 1960. Im Winter 1951 hat eine Lawine im Egschi das Haus einer Familie mit hinunter in die Rabiusa gerissen. Ein Bub hat überlebt, er wurde als Vollwaise verdingt. Es scheint so, dass mich dieses Thema in diesem Jahr begleitet. Es bleibt spannend.
«Das Café ohne Namen» ebenfalls von Robert Seethaler konnte ich kaum mehr weglegen. Wieder eine Lebensgeschichte aus der Nachkriegszeit in Wien. Robert Simon, Gelegenheitsarbeiter auf dem Karmelitermarkt bekommt die Chance und eröffnet ein Café in einer Stadt die zu neuem Leben erwacht. Er erschafft einen Ort, wo das Leben in all seinen Fassetten stattfinden darf. Das Café braucht keinen Namen, es genügt auch so.
13.8.2025