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Baumnüsse, 19.12.2025

Von einem lieben Besuch haben wir diesen Sack voll feiner Baumnüsse geschenkt bekommen. Bei mir sind sind umgehend Erinnerungen an meinen verstorbenen Vater wach geworden.

Nach seiner Pensionierung begann mein Vater in der Winterzeit Baumnüsse zu «töten», wie wir umgangssprachlich sagten. Zuerst nur die, die er selber im Herbst gesammelt hatte. Irgendwie muss es sich rumgesprochen haben, so dass auch Nachbarn und Bekannte ihm Nüsse zum öffnen brachten. Er hatte seine eigene Technik. Auf einem grösseren Brett knackte er die Schale mit einem Hammer. Von Hand, oder wenn notwendig mit einem Schraubenzieher öffnete er die Schalenhälften und klaubte die Nüsse, wenn möglich ganz oder halbiert heraus. Die Schalen legte er in einer Schachtel vors Fenster, so dass die Vögel die Nussresten zwischen den Schalen herauspicken konnten. Durch seine fortschreitende Parkinsonerkrankung musste er diese Beschäftigung später aufgeben. Die gemahlenen Nüsse verarbeitet Mutter in ihrer legendären Füllung für die «Birewegge» und zu «Nusshöckli», einem Weihnachtsguetzli.

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