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Feiner Duft, 15.12.2025

Im Advent geniesse ich den Duft des Räucherns. Aktuell habe ich eine Räuchermischung «Winterträume».

Nachfolgend ein Text aus dem Internet zu den Raunächten rund um Weihnachten.

Brauchtum in den Raunächten

Altes hinter sich lassen und um Glück und Segen für das Neue bitten

In den Raunächten versammelt sich für gewöhnlich die ganze Familie, um gemeinsam mit der Räucherpfanne durch das Haus und den Stall zu gehen. Gemeinsam wir gebetet, für das abgelaufene Arbeitsjahr gedankt und für das Neue Segen erbeten. Neben dem Räuchern bis in die hintersten Ecken werden die Räume, Ställe und Tiere oft auch mit Weihwasser besprengt, um sie zu segnen. Insbesondere am Dreikönigstag sind diese “Haus- und Hofräucherungen” immer noch sehr verbreitet.

Neubeginn und Reinigung

Mit dem Räuchern in den Raunächten wird ein alter Zyklus verabschiedet und einer neu anbrechenden Zeit, ursprünglich dem in der Landwirtschaft neu beginnenden Arbeitsjahr, das mit dem Frühling anfängt, der Weg bereitet. Auch eine Serie unglücklicher, zurückliegender Ereignisse kann der Vorstellung nach durch das Räuchern unterbrochen und zurückgelassen werden.

Die Räucherung während der Raunächte ist somit unter anderem als Reinigung anzusehen und geht in der Regel mit der physischen Reinigung des Hauses, also dem Hausputz, einher. Altes wird herausgekehrt, zurück- und losgelassen, damit ein neuer Kreislauf beginnen kann. Dieser Brauch orientiert sich an dem Zyklus in der Natur der, von den naturnahe lebenden Menschen, immer gut beobachtet wurde. Scheinbar schläft die Natur jetzt noch, aber kaum merkbar schwellen bereits die Knospen an den Bäumen an und auch unter der Erde machen sich mit zunehmendem Licht Pflanzen und Tiere für den neuen Aufbruch im Frühling bereit.

Da Bauern, wie kaum ein anderer Berufsstand, auch heute noch von dem „Wohlwollen“ der Natur leben, ist es naheliegend, dass sich dieses Brauchtum bis in die Gegenwart gehalten hat.

Nicht nur in der Natur, auch bei uns selbst können wir jetzt diesen Aufbruch spüren. Fast intuitiv versuchen fast alle von uns zum Ende des Jahres noch einiges zu erledigen, um Altes abzuschließen und hinter uns zu lassen. Wir putzen, sortieren aus und wollen quasi unbeschrieben, wie ein „weißes Blatt Papier“, ohne Altlasten und motiviert ins neue Jahr starten.

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