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Vögel am Futterhaus, 1.12.2025

Wenn im Radio Beromünster den ersten Schnee angesagt wurde, montierte mein Vater das Futterhaus vor dem Stubenfenster. Es war so 15 x 25 cm gross, mit einem schrägen Dach nach aussen. An der Grenze zu unserem Garten standen einige Obstbäume, so dass die Vögel nicht von weit anfliegen mussten. An unserem Futterhaus herrschte oft richtig Betrieb. Die Meisen holten sich schnell einen Sonnenblumenkern, den sie dann auf einem Baumast aufpickten. Die Grünfinken setzten sich gerne zu zweit oder dritt ins Futterhaus. Sie konnten die Samen mit dem Schnabel öffnen. Der Kleiber vertreib sie jeweils, er duldete keine anderen Vögel am Futterplatz. Er konnte mehrere Kerne mit seinem Schnabel aufnehmen. Eine Teil davon versteckte er jeweils in der Rinde der Bäume, um sie später aufzupicken. Eher seltene Gäste waren Dompfaffen und Grünfinken. Sehr selten wagte sich ein Kirschkernbeisser ans Futterhaus, ein eindrücklicher Vogel. Wenn Mutter Speck kochte, legte sie die Schwarte auf die Seite. Vater hängte sie dann an die Wäscheleine im Garten. Die flinken Meisen konnten das restliche Fett abpicken. Wir staunten jeweils, wenn ein Buntspecht mit seinem kräftigen Schnabel die Schwarte bearbeitete. Wenn Mutter nicht am Stubentisch an der Strickmaschine arbeitete, konnten wir uns zum Vögel beobachten bequem auf die Tischplatte legen.

Ich habe schon als Kind Vögel gezeichnet. Aktuell male ich Vögel als Geschenke.

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