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«Friändrigs», 12.01.2026

Ein guter Freund hat mir auf Weihnachten dieses Buch geschenkt. Er weiss, dass ich mich für die Göscheneralp interessiere und den Kontakt pflege zur letzten Seniorin, die im Gwüst überwintert. Die Strasse ins Gwüst ist bis zum Frühling gesperrt. Zum präparieren des Winterweges hat es aktuell noch zu wenig Schnee. So ist sie jetzt abgeschnitten von der Aussenwelt. Kommt dazu, dass die Sonne erst Anfang Februar wieder bis ins Tal scheint. Sie lebt schon 40 Jahre in der Göscheneralp und kann mit dieser Situation gut umgehen. Neu ist, dass ihr Schwager mit Frau und ihre Schwägerin das erste Mal nicht im Gwüst überwintern. Sie war Hebamme und wird im Buch auch erwähnt im Kapitel. «Mit em Hebammäguuferli unterwegs». Sie war mit Herzblut Hebamme. Bei ihrer Weihnachtskrippe steht eine Hebamme neben Maria.

Der Kanton Uri wird von den meisten Menschen durchfahren, sei es auf der Autobahn oder mit der Bahn. Man kennt den Vierwaldstättersee, das enge Tal, vielleicht noch das Chilleli von Wassen und den Sustenpass. Seit neusten erstrahlt Andermatt, dank Sawiris, als nobel Skiort.

Das Buch gibt einen Einblick in das Leben im Kanton Uri im letzten Jahrhundert. Also in die Zeit unserer Urgrosseltern und Grosseltern. Die Älteren können sich an einiges noch erinnern. Fliessendes Wasser im Haus, elektrisches Licht, Eisenbahnen und Autos, um nur einige wenige Dinge zu nennen, wurden erst in dieser Zeitspanne Realität.

Es sind 71 Geschichten, jede für sich abgeschlossen, ideal auf dem Nachttisch als «Bettmümpfeli».

1 Comment

  1. Walter Baumann

    Lieber Pezo.
    Als ich meine Frau kennen lernte, wohnten ihre Eltern in Wil SG. Zum Abwaschen musste mein Schwiegervater 3 Stockwerke in den Keller zum warmes Wasser holen. Es war nur ein Boiler im Haus. Das 1979.
    Liebe Grüsse Böggs

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