Menu Schließen

Langlauf-Weltcup im Goms 2026

Der Nordische Skisport im Goms

Die Bronce Medaille von Josef Haas an den Olympischen Winterspielen in Grenoble 1968 war eine Sensation und brachte dem Norischen Skisport einen ersten Auftrieb. 1972 in Sapporo erkämpfte sich die Staffel mit Albert Giger, Alois- und Alfred Kälin sowie dem Schlussläufer Edi Hauser ebenfalls die Bronce Medaille. Langlaufen wurde noch populärer. Parallel dazu wurde es möglich Langlaufloipen mechanisch zu präparieren. In den 1907 Jahren wurden nicht nur in den Tourismusorten, auch im Mitteland und den Voralpen immer mehr Loipen gespurt. Der Engadin Skimarathon wurde 1969 gestartet, weitere grosse Volkläufe folgten in den nächsten Jahren. Langlaufen wurde zu einem Volksport.

Das schneesichere Goms hatte beste Voraussetzungen. Ein flaches Hochtal mit Loipen für alle Ansprüche. Kaltes, sonniges Wetter, dadurch keine Wachsprobleme. Vielen Schweizer Wehrmänner war das Goms von Militärdienst bekannt. Fanden die Rekrutenschulen und Wiederholungskurs der Flugabwehr hauptsächlich im Goms statt.

Die kleinen Skigebiete, wie am Hungerberg in Oberwald, hatten zunehmend finanzielle Probleme und wurden die meisten gegen Ende des letzten Jahrhunderts eingestellt. Für den Tourismus im Goms war der Langlauf die grosse Chance. Heute gehören die Loipen im Goms zu den beliebtesten in der Schweiz.

2023 konnte das Nordische Zentrum in Ulrichen eingeweiht werden. 15 Millionen wurden in einen Weltcup taugliche Biathlonanlage inkl. der notwendigen Infrastruktur investiert. Das Stadion eignet sich ideal auch für Langlaufwettkämpfe. Bereits im Januar 2024 wurden die ersten Weltcuprennen im Goms durchgeführt. Die Anlagen fanden bei der FIS und den Athleten grossen Anklang, so dass am 23. – 25. Januar bereits zum zweiten Mal Weltcuprennen stattfinden. Dies in Zukunft alternierend mit St. Moritz.

Die Weltcuprennen sind für das Goms ein super Werbeträger, werden doch die Rennen in die ganze Welt übertragen. Sie sind aber auch eine grosse Herausforderung. In einem Interview mit dem Walliserboten zeigt der stellvertretende Wettkampfleiter Markus Segessemann die Herausforderungen auf.

  • Die hohen Ansprüche der FIS an die Loipen und die Infrastruktur
  • Kosten werden von der FIS an die Organisatoren abgewälzt
  • Als Folge davon steigt der Aufwand und das Risiko eines Defizites

Oberhof in Thüringen, ein grosser Organisator im Biathlon Weltcup, kann sich mit dem jährlichen Biathlonanlass finanzieren. Die Weltcuprennen im Langlauf, sind trotz vorhandener Infrastruktur kaum kostendecken.

Die Veränderungen sind auch optisch an der grösse der Wachstrucks der einzelnen Nationen zu erkennen.

Der Titel zum Artikel im Walliserboten lautet:

Der Langlauf-Weltcup im Goms – «was heute gut ist, reicht morgen vielleicht schon nicht mehr»

Vorab freuen wir uns auf spannende Rennen! Wie es weitergeht wird die Zukunft zeigen.

Das Wettkampfstadion beim Nordischen Zentrum

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert