
Am Freitagabend hat der Wind aus Südwest eingesetzt, er bläst böig talaufwärts und wirbelt den leichten Schnee auf und der setzt sich an der Rückseite der Gebäude fest

Windspuren

Der Schnee aus der Schleuder wird vom Wind fortgetragen

Seit 48 Stunden ist es grau, schneit und windet, ein Himmel in immer neuen Grautönen

Beim Eindunkeln schmiegt sich das Dorf an die Berge

Der alte Dorfteil mit den dunklen Häuser die so nahe bei einander stehen, strahlt Geborgenheit aus.
Nach den hektischen Tagen über Weihnachten und Neujahr ist es im Goms ruhig geworden. Der Schnee der letzten Tage dämpft die Geräusche. Wer nicht zwingend raus muss, bleibt an der Wärme. Die älteren Leute im Dorf sagen, jetzt ist es richtig Winter, so dürfte es bleiben. Die Ältesten haben noch die Zeiten erlebt, als das Goms oft tagelang von der Umwelt abgeschlossen war. Bis in 1950 Jahre war die Strasse im Winter oft gesperrt, dann war die Bahn die einzige Verbindung Richtung Brig. Der Arbeitsalltag bestimmte das Leben, die Tiere mussten «gehirtet» werden. Der Haushalt aufwendig, kochen auf dem Holzherd, waschen draussen am Brunnen, eine Familie mit oft 4 – 6 Kindern musste versorgt werden.
Ich geniesse diese Zeit im Goms. Meine schönste Jahreszeit war schon als Kind der Winter. Im Gegensatz zum Goms, wo der Schnee 3 -4 Monate liegen bleibt, haben Westwind und Föhn den Schnee am Bachtel, wo ich aufgewachsen bin, immer wieder aufgelöst.